Barttransplantation

Barttransplantation – Endlich Vollbart dank Eigenhaartransplantation?

Vollbart dank Eigenhaartransplantation? Endlich die Lösung für einen schönen und dicht gewachsenen Bart oder der letzte Mut der Verzweiflung? Wir haben uns mit der Frage beschäftigt, ob eine Barttransplantation wirklich möglich und eine dauerhafte Lösung für einen schönen Bart ist und wie die Barttransplantation funktioniert. Der Spaß ist ja nicht ganz günstig und wer als Mann so viel Geld aufbringt, möchte natürlich auch ein ordentliches Ergebnis sehen.

Barttransplantation
Barttransplantation – Lösung bei geringem Bartwuchs?

Schönheits-OPs sind ja nun kein Tabuthema mehr und viele Frauen stehen offen zu kleineren und größeren Korrekturen. Aber interessanterweise sprechen Männer nur selten über die Möglichkeit der Barttransplantation und wenn du danach googelst, wirst du schnell feststellen, dass die Ergebnisse relativ mager ausfallen. Kopfhaare zu transplantieren scheint wesentlich populärer zu sein als eine Barttransplantation. Warum eigentlich? Wir haben versucht es herauszufinden.

Vorab, das Warum konnten wir nicht aufklären, aber wir haben viele weitere nützliche und interessante Informationen zum Thema Barttransplantation gefunden.

Ästhetische Haarmedizin – Die Barttransplantation

Die Barttransplantation gehört in den Bereich der ästhetischen Haarmedizin und damit auch zu den Eigenleistungen. Das bedeutet, du musst die Kosten selbst tragen, denn es gibt keine medizinische Indikation einen Bart tragen zu müssen. Möglich ist die Barttransplantation seit ca. 17 Jahren und wird in einigen Kliniken in Deutschland durchgeführt. Dank schonender Mikrochirurgie ist der Eingriff relativ schmerzarm und kann ambulant durchgeführt werden. Allerdings ist die Barthaar Transplantation ein weniger herausfordernder als die Haartransplantation der Kopfhaare.

Die Herausforderung der Barttransplantation

Nicht jedes Kopfhaar eignet sich für die Transplantation. Zu dünne Haare wirken unnatürlich und würden das Erscheinungsbild des Bartes beeinträchtigen. Es können also nur Haare transplantiert werden, die auch dick genug und dem Barthaar sehr ähnlich sind. Im Gegensatz zu den Kopfhaaren sind Barthaare immer einzelne Haare und wachsen nicht in Gruppen von bis zu vier Haaren. Nach der Entnahme der Kopfhaare werden die Haarwurzeleinheiten in Einzelhaare unterteilt. Auch die Wuchsrichtung ist entscheidend, da diese von Haar zu Haar unterschiedlich ist. Würde man Haare unterschiedlicher Wuchsrichtungen transplantieren, entstünde ein ganz schönes Chaos im Gesicht. Die nächste Herausforderung der Barttransplantation sind die Öffnungen in der Bartregion, in die die neuen Haare eingesetzt werden. Diese müssen sehr oberflächlich und fein sein und hierbei ist besondere Vorsicht geboten.

Ablauf der Barttransplantation – Schritt für Schritt zum „neuen“ Bart

Wie schon kurz erwähnt, findet die Barttransplantation unter örtlicher Betäubung statt. Du kannst die Praxis oder Klinik, je nachdem wo du einen Arzt findest, der die Barttransplantation übernimmt, nach dem Eingriff wieder verlassen. Allerdings solltest du vielleicht ein paar Tage Urlaub einreichen, denn erst nach 5 bis 14 Tagen bist du wieder so richtig ansehnlich.

Im ersten Schritt wird also deine Bartregion mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Du bekommst von dem Eingriff gar nichts mit. Also keine Schmerzen, denn bei Bewusstsein bist du ja schon. Die Haare werden aus deinem Hinterkopfbereich mit der sogenannten FUE Methode entnommen. FUE steht für „Follicular Unit Extraction“. Statt der einzelnen Entnahme können auch Haarstreifen entnommen werden und so großflächige Barttransplantation durchgeführt werden. Nach der Entnahme der Hare werden diese unter dem Mikroskop separiert und anschließend einzeln eingepflanzt.

Die Dauer des Eingriffs ist abhängig von der Größe der Fläche und liegt in der Regel zwischen vier und acht Stunden. Ein bisschen Geduld musst du schon mitbringen.

Warum fallen die transplantierten Haare wieder aus?

Oh Schreck, kaum ist alles verheilt, landen die ersten Barthaare auf dem Kopfkissen oder im Waschbecken. Tatsächlich fallen die transplantierten Haare nahezu alle wieder aus und das schon in den ersten vier Wochen nach der Behandlung. Das ist ganz normal und genau gleich der klassischen Haartransplantation. Erst nach drei bis sechs Monaten beginnen die eingepflanzten Haarwurzeln neue und kräftige Barthaare zu bilden. Manche Männer müssen sich sogar noch länger in Geduld üben, denn es kann bis zu einem Jahr dauern bis das endgültige Resultat erreicht ist.

Was kostet eine Barttransplantation?

Ein kleineres Vermögen, denn die Kosten der Barttransplantation richten sich auch nach der Anzahl der transplantierten Haare. Im Durchschnitt kannst du zwischen 2.000,- und 5.000,- Euro für eine Barttransplantation kalkulieren. Wenn du ein fast haarloses Gesicht hast und mehr oder weniger von einem Vollbart träumst, können es auch 7.000,- bis 8.000,- Euro werden. Außerdem richten sich die Kosten auch der Praxis oder Klinik und den individuellen Honoraren der Ärzte. Wir haben es ja eingangs schon erwähnt, die Barttransplantation und mögliche Folgebehandlungen musst du selbst bezahlen. Sie sind keine Kassenleistungen, da eine Barttransplantation eine rein ästhetische Behandlung ist, der keine medizinischen Gründe zugrunde liegen.

Welche Risiken kann eine Barthaar Transplantation mit sich bringen?

Die Risiken einer Barttransplantation sind relativ gering. Der Eingriff findet mikrochirurgisch und unter örtlicher Betäubung. Größere Wunden und ein Risiko für den allgemeinen Gesundheitszustand gibt es schon mal nicht. Möglicherweise entstehen entzündliche Reaktionen, die aber in der Regel mit einer Salbe vom Arzt gut behandelt werden können.

Du solltest aber in jedem Fall einen Spezialisten aufsuchen und den Arzt nicht allein nach dem Preis aussuchen. Die Barthaar Transplantation kann bei mangelnder Erfahrung und Ausbildung schreckliche Ergebnisse mit sich bringen und wenn du dir überlegst, was „Kraut und Rüben“ in deinem Gesicht für Folgen haben, gehe direkt zu einem ausgewiesenen Spezialisten.

Oh Gott, die Barttransplantation macht mich arm! Gibt es Alternativen?

Nicht jeder Mann hat mal eben 2.000,- bis ca. 7.000,- Euro so auf der hohen Kante liegen oder ist bereit diese Summe zu investieren. Können wir verstehen, denn eine Garantie kann kein Arzt geben. Wachsen die Haarwurzeln möglicherweis nicht richtig an, war es das. Auch wenn das Risiko relativ gering ist. Nichtsdestotrotz ist die Investition recht hoch und wer nicht erst monatelang sparen möchte, kann als Alternative auch ein Bartwuchsmittel ausprobieren. Das muss nicht helfen, kann aber. Und wenn du hier nach ca. sechs Monaten keinen Erfolg siehst, hast du weit weniger Geld investiert. Zudem mag sich nicht jeder Mann einer Operation für mehr Bart unterziehen. Auch in diesem Fall kann dir vielleicht ein Bartwuchsmittel sympathischer sein, wenn du deinen Bartwuchs beschleunigen willst.

Und liebe Männer, bitte immer daran denken, ihr seid auch ohne Mega-Vollbart richtige Männer. Vergesst das nicht und setzt euch selbst, wegen eines Vollbartes, nicht zu sehr unter Druck.